Whitsunday Islands - segeln durch das Paradies

Bild,Whitsunday Islands, segeln,

Der schönste Strand der Welt, mit dem weißesten Sand der Welt? Pure Übertreibung oder wahrgewordenes Paradies in Australien?

Warum sich eine 3 Tages Segeltour durch die Whitsunday Islands absolut lohnt und mit welchem Trick man ziemlich gute Rabatte bei der Buchung bekommt, erfahrt ihr in meinem Reisebericht.

Die Whitsunday Islands sind eine Inselgruppe die ursprünglich ein vulkanisches Gebirge auf dem Festland darstellte. Das Ende der letzen Eiszeit vor ca. 30.000 bis 50.000 Jahren führte zum Schmelzen der Pole, der Meeresspiegel erhob sich und zurück blieben 74 Inseln in mitten türkis-blauem Wasser.


Am 4. Juni 1770 durchsegelte James Cook die Inselgruppe, auf der Suche nach einem neuem Touristen Urlaubs Ziel an einem Pfingstsonntag und benannte sie daher Whitsunday Islands.

Unsere Vorfreude war groß, denn wir hatten schon viel über die traumhaften Inseln gehört. Die Bilder die wir bisher nur im Internet gesehen hatten, waren zu schön um wahr zu sein. Ach, solche Übertreiber, bestimmt alles Photoshop… Ich hatte keine Ahnung!

 

Um einen günstigen Deal abzusahnen erkundigten wir uns ziemlich spontan im Informationszentrum von Airlie Beach nach Segeltouren, denn auf einem Segelboot lernt man die Whitsunday Islands am besten kennen. Und wir hatten Glück! Die nette Dame hinter dem Tresen verkaufte uns die letzen 2 freien Plätze auf der „Whitsunday Magic“, ein Luxus-Segelschiff. Die Tickets bekamen wir für einen unschlagbaren Preis mit 250€ Rabatt. Dafür ging die Tour auch 2 Stunden später los, Spontanität zahlt sich eben aus! Und schon hatten wir für die nächsten 3 Tage und 3 Nächte einen absoluten Traum gebucht.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem Schnäppchen seid, ihr aber nicht auf die mehrtägigen Touren verzichten möchtet, setzt alles auf einen Last Minute Kauf. Bucht auf keinen Fall vor, sondern erkundigt euch bei Ankunft in Airlie Beach nach günstigen Angeboten von Seegeltour-Anbietern, die ihre Boote noch schnell voll bekommen möchten.

Angekommen auf der „Whitsunday Magic“ wartete schon eine nette Crew auf uns.

Unsere Kabine war super niedlich. Nicht sehr groß, aber zum Schlafen hat es vollkommen gereicht. Den Rest des Tages bewunderten wir die vorbeiziehende Landschaft und mussten zugeben, viel gephotoshopt wurde wohl doch nicht!

Die erste Nacht setzten wir den Anker vor Hook Island und ließen uns von dem leichten Wellengang in den Schlaf schaukeln.

 

Am nächsten Tag war Schnorcheln angesagt!

 

Die Whitsundays Islands sind Teil der Great Barrier Reef World Heritage Area und versprachen daher eine vorzügliche Unterwasserwelt.

 

Nachdem wir uns in einen besonders sexy Ganzkörper Neoprenanzug geschmissen hatten, um uns auch vor den gemeinsten Quallen zu schützen, ging’s auch schon los. In dem wunderschönen blauen Wasser bestaunten wir die Vielfalt der bunten Fische. Den ganzen Vormittag hatten wir Zeit die Bucht abzutauchen. Das war vielleicht eine Gaudi und zum ersten Mal in meinem Leben entdeckte ich die spannende Unterwasserwelt für mich!

 

Nächstes Ziel: Hayman Island an der Blue Pearl Bay. Hier schnorchelten wir ein zweites Mal. Nach 3 Stunden kam man sich letztendlich selbst vor wie ein Fisch.

 

Abends schlürften wir, bei leiser Musik und Blick auf den tollen Sonnenuntergang, einen Cocktail und dann ging’s schon wieder ab ins Bett.

Whitehaven Beach.

Der nächste Tag war was ganz besonders, denn unser Ziel und Highlight war der berühmte Whitehaven Beach.

Er gilt mit einem Quarzgehalt von nahezu 99 % als einer der weißesten Strände der Welt.

Weißester Strand der Welt? Übertreiben die nicht schon wieder alle?

Whitehaven Beach ist zudem ausgezeichnet als einer der schönsten Strände der Welt. „Na dann lass ihn mal kommen, den angeblich schönsten Strand der Welt“ dacht ich mich mir, „so schnell lasse ich mich nicht beeindrucken!“ Tja, dachtest Du wohl Desi.

 

Nachdem wir schon einen kleinen Vorgeschmack beim Hill Inlet Outlook Point bekamen, durften wir endlich selbst zum Whitehaven Beach. Hier hatten wir 3 Stunden Zeit uns genauestens umzuschauen Und ich muss gestehen, kaum kamen wir an, verliebte ich mich unwiderruflich in dieses Paradies. Gibt es Liebe auf den ersten Blick? Oooooh ja!

 

Es war schon ziemlich fies endlich den Strand fürs Leben gefunden zu haben und ihn dann wieder verlassen zu müssen. Wir hätten so ein tolles Paar ergeben. Wir hatten sogar ein gemeinsames Hobby: Stundenlang in der Sonne rumliegen!
Man, es war schon schade zu gehen, gerade wenn man so auf einer Wellenlänge lag!

Zurück auf unserem Segelboot, steuerten wir Border Island an. Hier tunkten wir nochmal ins Wasser ein und schnorchelten ein Ründchen. Nachdem wir wieder zurück aufs Boot hüpften, wendeten uns einer Obstplatte zu und genossen den Rest des Tages.

 

„Wird einem da nicht langweilig auf so einem kleinen Segelboot“, wollen jetzt sicher die ein oder anderen wissen. NEIN wird es nicht. Es war die beste Entscheidung eine 3 Tages Tour zu buchen, ansonsten hätten wir die tolle Umgebung gar nicht richtig aufsaugen können. Eine 1 Tagestour mag zwar ein guter Kompromiss sein, wenn man zeitlich nicht flexibel ist, aber einer Naturschönheit wie dieser, wird man damit einfach nicht gerecht.

 

Am letzten Tag wanderten wir durch den Regenwald auf der Whitsunday Island und wurden dann wieder zurück nach Airlie Beach gebracht.

Man war das erst mal wieder eine Umstellung zurück in unseren kleinen Campervan zu gehen. Und vor allem, wer sollte uns von nun an in den Schlaf wiegen?

Bild, Heart Reef, Whitsunday Islands
Heart Reef

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