Die Schattenseiten im Leben eines Backpackers

Eine Langzeitreise ist nicht immer nur aufregend schön. Auch hier gibt es, wie bei allen Dingen im Leben, positive aber auch negative Seiten.

Wer plant, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, um die Welt als Backpacker zu bereisen, sollte sich deshalb über beides bewusst sein.

Zusätzlich zeige ich dir aber auch, wie du Positives daraus ziehen kannst. Also alles halb so schlimm.

Sich nie wieder komplett fühlen

Du lernst so viele verschiedene, wundervolle Orte kennen, in die du dich verliebst. Wertvolle Erinnerungen, Erfahrungen und neue Freundschaften verbinden dich mit den verschiedensten Plätzen auf der ganzen Welt. Es wird eine Unmöglichkeit sein, sich jemals wieder vollkommen zu Hause und komplett zu fühlen, wenn du dein Herz an so vielen Orten auf der Welt verloren hast.


Deal with it: „Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es schön war!“

Es ist zwar traurig, gewisse Dinge und Menschen zu vermissen die man auf Reisen kennengelernt hat. Aber noch viel großartiger ist das Gefühl, dass Du es erlebt hast.

 

Diese Erinnerungen kann dir keiner mehr nehmen. Sie fügen wertvolle Erfahrungen deinem Leben hinzu.

Freunde

Wenn du lange Zeit von zu Hause weg bist, wird dir vielleicht auffallen, dass sich manche "Freunde" gar nicht mehr melden.
Was ist da los?
„Aus den Augen, aus dem Sinn“, dieser Spruch trifft leider auf manche Leute zu. Das kann schon mal eine böse Überraschung geben.


Deal with it: Das ist vielleicht das Enttäuschendste von allem.
Lass dir eins gesagt sein. Die Menschen die dir den Rücken zukehren, waren niemals deine echten Freunde.

Sei hingegen froh, dass du nun weißt, auf wen du dich wirklich verlassen kannst und wer zu dir hält. Wahre Freundschaften sind sehr wertvoll und noch wertvoller ist es zu wissen, wer wirklich dazu zählt.

Hygiene und Privatsphäre

Als Backpacker wirst du nicht jeden Tag die Möglichkeit haben zu duschen. Es gab manchmal sogar mehrere Tage, an denen ich noch nicht mal ein Badezimmer gesehen habe. Wie auch, wenn man durch unberührte Natur wandert, weit weg von jeglicher Zivilisation?

 

Wenn du Glück hast und eine (manchmal sogar warme) Dusche findest, ist diese oftmals mit wenig Privatsphäre verbunden. Sammelduschen und öffentliche Strandduschen sind hier die Regel. Yeah, lasst uns doch gegenseitig den Rücken einschäumen.


Deal with it: Sich nicht jeden Tag duschen zu können ist sogar gesund! Denn Dermatologen warnen vor einem allzu großen Waschtrieb und sagen, dass ein bis dreimaliges Duschen in der Woche vollkommen ausreicht.

Häufiges Baden und Duschen zerstört den Säureschutzmantel der Haut. Dadurch verliert sie an Feuchtigkeit und lässt Schadstoffe ungehindert durch.

Zurück ins alte Leben wird dir schwer fallen

Es wird dir verdammt schwer fallen, zurück in ein "geregeltes" Leben zu finden. Dass wirklich leben etwas anderes bedeutet als ein Arbeitssklave zu sein, hast du nach deiner Reise verstanden. Es führt aber kein Weg daran vorbei, arbeiten müssen wir alle irgendwann wieder. Sich da einzufinden wird anfangs ganz schön hart sein.


Deal with it: Es mag zwar schwer fallen, sich wieder anzupassen - aber lieber habe ich einmal ausgiebig gelebt, all das getan was ich wollte und mich ausgetobt, anstatt dieses Freiheitsgefühl niemals erlebt zu haben. Jede anfängliche Schwierigkeit ist das sowas von wert!

Komfort? Was war das nochmal?

Das, was in Deutschland eine Selbstverständlichkeit ist, wie z.B. fließendes (trinkbares) Wasser, Elektrizität und ein Dach übern Kopf, ist als Backpacker eine kostbare Rarität!

Wie oft wirst du dir bei strömendem Regen wünschen, dass ein Badezimmer im Campervan/Zelt mit inbegriffen ist; so dass du jetzt nicht in der stockfinsteren Nacht, durch den Regen stapfen musst, um ein Klo (oder einen Busch) zu finden.

 

Deal with it: Das ist etwas, woran man sich wirklich gewöhnen kann und für immer ist es ja auch nicht.

Die ganzen Abenteuer, die auf dich warten, wiegen es 10fach wieder auf.

Selbst an kalte Duschen kann man sich gewöhnen. Schnell wirst du merken, dass man mit viel weniger auskommt, als man gedacht hat.

 

Noch ein weiterer Bonus: Zurück zu Hause wirst du Dinge, die dir selbstverständlich vorkamen, wieder zu schätzen wissen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Torsten McFly (Sonntag, 05 April 2015 21:57)

    Ich glaube das schwierigste war fuer mich, meine Freunde zu verstehen, die selbst jetzt nach ueber 4 Jahren die ich fern der Heimat bin, noch immer nicht den Sprung ins kalte Wasser gewagt haben und fuer die es jetzt langsam auch zu spaet (Familiengruendung, Karriere) dafuer ist. Es ist nicht leicht sich auf der gleichen Ebene zu unterhalten, wenn man selbst soviel erlebt und gesehen hat waehrend Freunde ueber alltaegliches wie Arbeit und Stammtischpolitik diskutieren.

    Hals und Beinbruch an alle die sich gerade auf Reise befinden. :)

    Home is, where free WiFi is. ;)

  • #2

    Phil (Mittwoch, 27 Mai 2015 06:41)

    Ich musste bei "Hygiene und Privatsphäre" lachen. Das ist einfach nur sowas von wahr! Das schöne ist: Wenn alle stinken dann kann es eh keiner mehr riechen.