Ayurveda Kur in Sri Lanka - Erfahrungsbericht Lanka Princess

Bild: Ayurveda Kur Erfahrungsbericht Lanka Princess

Ayurveda heißt „Wissen vom Leben“. Man bringt es mit Kuren, Behandlungen, Heilpflanzen, leckeren Currys und einer freundlichen Inderin in Verbindung, die uns den Puls misst.

 

Auch ich habe bereits eine Ayurveda Kur gemacht und berichte heute über meine Erfahrungen im Hotel Lanka Princess.

Ayurveda ist ein Trend, der immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Überall auf der Welt gibt es spezialisierte Kurhotels, die Entspannung und Heilung versprechen. Besonders natürlich in Süd-Indien und Sri Lanka, denn hier fand die Heilkunst ihren Ursprung. Noch heute werden dort bis zu 70 % der Bevölkerung mit dieser seit 5000 Jahre bewährten Heilmethode behandelt.

 

Ich habe meine Mutter 2 Wochen bei einer Kur in Sri Lanka begleitet. Der typische Kurgast gehört zum älteren Semester, aber auch stressgeplagte Berufstätige oder Töchter, die sich auch gern mal etwas Gutes tun, gehören zum Klientel.

 

Eine gut gemachte Kur ist durchaus für Jedermann etwas Feines, dafür muss man nicht erst alt und krank werden. Ayurveda zielt in erster Linie darauf ab Krankheiten zu vermeiden anstatt nur Symptome zu bekämpfen. Es gibt Stresstherapien, Entspannungskuren und Wohlfühlpakete, die sicher jeder genießen kann. Ayurveda bringt Körper, Geist und Seele in Einklang.


Weisheit des Ayurveda

 

“Ein Mensch ist gesund wenn sich seine Psyche in Balance befindet, seine Verdauung und sein Stoffwechsel gut funktionieren, seine Gewebestruktur gefestigt ist und seine Seele, sein Geist und seine Sinne sich in einem Zustand konstanter innerlicher Zufriedenheit befinden”.

“Sushruta, Ayurveda Arzt, 1000 v.Chr.”

 

Doshas

 

Zu Beginn einer jeden Kur muss zuerst einmal dein Dosha Typ ermittelt werden. Dies geschieht völlig schmerzfrei während einer Konsultation bei einem Ayurveda Arzt. Dieser kann dich anhand deines Pulses, ein paar Gesundheitsfragen und Blickdiagnostik zu einer der drei folgenden Lebensenergien zuordnen.

Vata (Wind, Luft und Äther), das Bewegungsprinzip

Pitta (Feuer und Wasser), das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip

Kapha (Erde und Wasser), das Strukturprinzip

 

Dosha bedeutet wörtlich übersetzt „Fehler(potential)“. Diese könnenn nach ayurvedischer Vorstellung in jedem menschlichen Körper bestimmt werden, da sie gemeinsam alle Vorgänge des Organismus ermöglichen. In einem gesunden Organismus sollten sich diese „Energien“ in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, da sie sonst Fehler im System hervorrufen. Im Allgemeinen herrschen in jedem Individuum ein oder zwei Doshas vor. Selten sind alle drei Doshas gleich stark ausgeprägt.

 

Die Typisierung ist wichtig, da es auf Grund des Ergebnisses unterschiedliche Behandlungen und Medikamente angewendet werden. Wenn Medikamente verabreicht werden, sind diese ausschließlich natürlich und ganz ohne Chemie.


Mein Erfahrungsbericht

Das Hotel „Lanka Princess“

Das Lanka Princess ist ein von Deutschen geführtes Ayurveda Hotel, das sich in der Perle des indischen Ozeans - Sri Lanka - befindet.

 

Die Hotelanlage besticht durch ihren tropischen und luxuriösen Charme, große und helle Zimmer und sehr freundlichen Personal. Überall gibt es Blumen-Arrangements und hübsch dekorierte Ecken.

In den zwei Restaurants wird sowohl ayurvedische sowie westliche Kost serviert. Während einer Kur wird ausdrücklich empfohlen, sich an die auf die Doshas abgestimmte ayurvedische Kost zu halten.

 

Die ayurvedische Küche ist farbenfroh, gesund und sehr köstlich. Viele raffiniert zubereitete Currys und tropisches Obst erwarten dich. Ich schwärme jetzt noch von dem Essen!

Erster Eindruck
Sri Lanka war mein erstes asiatisches Land, das ich besuchte. Man kann schon sagen, dass ich erst einmal schlucken musste, als ich ankam. Am Flughafen standen Soldaten mit Maschinengewehren und zwinkerten mir zu.

Die rasante 2 stündige Fahrt mit dem Taxi zum Hotel war mehr als abenteuerlich. 3x bin ich fast am Herzstillstand gestorben und jede paar Minuten sah ich uns schon mit dem Gegenverkehr kollidieren. Das lag nicht etwa an unserem Taxifahrer, denn dieser war äußerst routiniert. Nein, das war einfach die stink normale Fahrweise der Singalesen.

 

Mittlerweile wurde eine Autobahn gebaut, somit dürfte die Fahrt zum Hotel in Beruwela recht zügig von statten gehen.

 

Beim Einchecken wurde uns sofort ein Fruchtsaft und ein feuchtes Erfrischungstuch gebracht. Die Zimmer die wir bezogen, waren wirklich wunderschön, sehr groß, hell und sauber. Täglich wurde gereinigt und jeden Abend fand ich ein neues Blumen-Arrangement auf meiner Bettdecke.

 

Das Hotel ist am Meer gelegen, von der hübschen Poolanlage gelangt man direkt zum Strand. Das Meer vor dem Hotel ist leider nicht das sauberste, da hier der Bentota Fluss mündet, der vorher an der Ortschaft Aluthgama vorbei fließt. Leider ist das Umweltbewusstsein der Singalesen nicht sehr ausgeprägt und nach jedem Markt werden vereinzelt Müll und Plastiktüten einfach in den Fluss geworfen.

Es empfiehlt sich 5 – 10 Minuten am Strand entlang zu laufen und dort ins Wasser zu gehen. Alles halb so schlimm, aber fairerweise wollte ich es erwähnt haben.

Die Kur

Am nächsten Tag stellte meine Ayurveda Ärztin fest, dass ich ein Vata-Pitta Typ bin. Gemeinsam besprachen wir die Vorgehensweise der nächsten 2 Wochen meiner Kur und schon ging es zu den ersten Behandlungen.

Mir wurden 2 Therapeuten zugeteilt die sich nun täglich um mich kümmerten. Ausgiebig wurde ich von oben bis unten eingeölt und massiert. Kopf, Fuß, Gesicht, Rücken, Bauch, Beine - einfach alles.

Mit Kräuter-Peelings und abschließendem Aroma Bad, war ich so täglich knapp 3 Stunden im Himmel! Die Massagen waren sensationell. Jeden Tag konnte ich regelrecht fühlen wie ich entspannter wurde. Ich schwebte nur so durch das Hotel und mein Gang wurde immer langsamer. Für mich sehr bemerkenswert, da ich immer sehr schnell und rastlos unterwegs bin.

Die 2 Wochen gingen schnell vorüber und als krönenden Abschied der Ayurveda-Kur gab es ein Blütenbad.

Sonstige Aktivitäten

Vor dem Frühstück, nahmen wir oft an Yoga oder Tai-Chi Kursen am Strand teil. Mittags schwammen wir ein paar Runden im Meer oder im größen Hotelpool, lagen im Schatten unter Palmen, gingen am Strand spazieren oder unternahmen ein paar kleine Ausflüge.

Das benachbarte Dorf Aluthgama war nur wenige TukTuk-Minuten vom Hotel entfernt, hier konnte man auf den einheimischen Märken tolle Gewürze und Obst kaufen.

Ein Abstecher zum Tempel „Kande Viharaya“ ist zu empfehlen. Die gigantische Buddha-Figur kann man schon von weitem sehen.

Eine Lagunenfahrt am Bentota Fluss und seinen von Mangroven bewachsenen Seitenarmen ist ein Highlight. Dort kann man von Schlangen bis zum Krokodil über Eisvögeln und fliegende Hunde die verborgene Tierwelt Sri Lankas bestaunen.

Fazit

Die insgesamt 3 Wochen auf Sri Lanka waren eine unvergessliche Zeit. Ein Erlebnis, an das ich noch sehr häufig zurück denke und mich heute noch zum Schwärmen bringt. Diese Kombination aus sehr gutem Hotel, dem Klima, köstlichstem Essen, sagenhaften Massagen und Behandlungen ist einzigartig. Wenn ich das Geld hätte, würde ich hier Stammgast sein und mindestens ein Mal im Jahr, für mehrere Wochen buchen.

So bleibt es eine luxuriöse Ausnahme, die man sich vielleicht ab und zu mal erlauben kann und sich auch wirklich auch mal gönnen sollte. Auch wenn es nur einmal im Leben ist oder alle 10 Jahre. Wie sagen sie immer so schön? Du bist es dir wert!

 

Man ist erholt, samtig weich (mein Freund ist beim Wiedersehen regelrecht auf mir ausgerutscht) und äußerst zufrieden wenn man nach Hause fliegt. Und genau das braucht man ab und zu. Egal ob alt oder jung, jeder lässt sich doch gern von oben bis unten verwöhnt.


Übersicht

Lanka Princess Homepage: http://www.lankaprincess.de/

Kur Preis für 12 Tage: ab 948€

Flugpreis: ab 437€ hin und zurück

Flugzeit: 10 Stunden

 

Tipp: Es empfiehlt sich die Kur in den Monaten August – Oktober zu machen. Dies ist zwar die Regenzeit, aber ein gelegentlicher Schauer stört überhaupt nicht. Die Preise sind günstiger als im Winter (Hauptsaison) und das Personal hat viel Zeit und ist nicht überlastet.

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