Tauchen im Great Barrier Reef

Es war schon immer mein Traum gewesen tauchen zu gehen. Was bietet sich da besser an, als das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Erde!

Wer in Australien ist muss dieses Erlebnis unbedingt mit einplanen. Selten wird es einem so leicht gemacht wie hier ohne Tauchschein die bunte Unterwasserwelt so intensiv kennenzulernen.

Diese Erfahrung zählt definitiv zu den schönsten meines Lebens.

Wir buchten unsere Tour bei Seastar in Cairns einem kleinen Familienunternehmen mit einer hübschen Yacht.

Wir hatten sogar das Glück, dass ein Tauchgang mit Sauerstoffflasche im Preis miteinbegriffen war. Dieser kostete sonst $80, die Vorfreude war also groß.

 

Früh um 6 klingelte der Wecker, wir hüpften schnell aus dem Bett und liefen bei einem tollen Sonnenaufgang bis zum Hafen. Dort wartete die Crew auf uns und wir wurden herzlich in Empfang genommen.

 

Unser Tauchlehrer erklärte uns ganz ausführlich und genau wie das ganze unter Wasser ablaufen wird. Da wir alle keinen Tauchschein hatten, war eine detailreiche Einführung in die neue Materie von Nöten. So schwer hörte sich das alles aber nicht an und ich konnte es kaum erwarten abzutauchen.

Schon bald hielten wir beim Michaelmas Cay an, einer wunderschönen winzigen Insel mit weißem Sand - gelegen inmitten von traumhaft klarem und türkisem Wasser. 

 

Zuerst hüpften wir nur mit unserem Schnorchel Equipment ins Meer und verschafften uns einen Überblick. Sobald wir den Kopf unter Wasser hielten, glotzen uns schon die ersten Fische neugierig entgegen. Nach ein paar Runden schwammen wir wieder zurück, denn dann ging´s richtig los.

 

Unser Tauchlehrer legte uns Gewichte und die Sauerstoffflasche an, zwinkerte uns ermutigend zu und half uns mit dem schweren Zeug ins Wasser zu springen. Wir waren eine kleine Gruppe von 3 Tauchern, die unser Lehrer problemlos betreuen konnte, also wirklich übersichtlich. Wir fühlten uns zu jeder Zeit sehr sicher und gut aufgehoben.

Und dann ging es ab in die Tiefe… Zu aller erst hielten wir uns an einem Seil fest und jeder musste eine kleine Prüfung bestehen. Nur so konnte unser Tauchlehrer sicher sein, dass wir seine Instruktionen verstanden haben und wir in der Lage sind diese auszuführen.

So mussten wir beispielsweise zeigen, dass wir wissen was zu tun ist wenn Wasser in die Maske kommt.

 

Zum Glück war das alles nicht so wahnsinnig kompliziert und wir bekamen alle einen Daumen nach oben.

 

Dann hieß es loslassen.

Tschüß letztes Stückchen Sicherheit.

Jetzt ging es in die unbekannte Tiefe.

 

Ca. 5 Meter unter dem Meeresspiegel begann dann unsere erste Tour durchs Riff.

Das Gefühl unter Wasser war unbeschreiblich, man fühlte sich wie in einer komplett anderen Welt. Unter Wasser atmen zu können war überragend, dabei schwerelos dahin zu gleiten beeindruckte mich vollkommen.

Das Schimmern des Sonnenlichts, verwandelte alles in eine mysteriöse Landschaft. Ab und zu hörte man das blubbern der Sauerstofflasche, oder einen hungrigen Fisch der an einer Koralle knabberte. An dieses vollkommen Friedvolle konnte man sich sehr schnell und sehr gut gewöhnen.

Unser Tauchlehrer zeigte uns viele verschiedene Fische und Meeresbewohner. Somit fanden wir unter anderem Nemo (Clownfisch) und eine glitschige Ananas-Seewalze.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon war Lunch Zeit. Nach einem kleinen Buffet steuerten wir Hastings Reef an.


Mit den Sauerstoffflaschen auf dem Rücken, hüpften wir zurück ins Wasser, so, als hätten wir im Leben nichts anderes gemacht und tauchten ab. Diesmal ging es bis zu 10m in die Tiefe und schwammen durch Korallen Schluchten. Wir hatten 45 min. Zeit um alles zu erkunden. Unser Tauchlehrer wich nicht von unserer Seite und vergewisserte sich, dass wir noch genügend Sauerstoff zur Verfügung hatten. Außerdem wurde er zum Fotobeauftragen ernannt und knipste ein paar tolle Aufnahmen von uns.

 

Und da schwebten wir umher und waren die glücklichsten Menschen der Welt. Ich könnte jetzt noch Seitenweise davon schwärmen aber ihr müsst das alles selbst ausprobieren.

 

Auch unser zweiter Tauchgang ging natürlich wieder ruck zuck vorbei. Sehr schade, wenn es nach mir ginge, hätte man mich nicht mehr so schnell wiedergesehen...

 

Als kleines Souvenir, überreichte uns die Crew am Ende des Tages eine Tauch-Urkunde. Das größte Souvenir, trage ich aber in mir und zwar die vielen schönen Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag.


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Kommentare: 7
  • #1

    Felix Dziekan (Sonntag, 27 September 2015 10:44)

    wenn du das mal aus der anderen Perspektive sehen möchtest guck mal diesen Beitrag an. Ich hab da als TL gearbeitet und solche Touren gemacht. Leider hats mir nicht so viel Spaß gemacht wie dir.

    http://felixtravelblog.de/3-monate-spaeter-1500-dollar-und-eine-erfahrung-reicher.html

  • #2

    MaxX (Sonntag, 27 September 2015 10:46)

    Man sieht, dass es dir sichtlich Spaß gemacht und dich das Tauchfieber gepackt hat.

    Es ist auch ein tolles Gefühl, nicht nur dort in Australien.

    Und wenn du selbst deinen Tauchschein gemacht hast, wirst du schnell erkennen, dass es keine Sauerstoffflasche war, die euch da auf den Rücken geschnallt wurde und das das Ding zum Durchgucken bei den Tauchern keine Brille, sondern eine Maske ist :)

    Aber als Nichttaucher darf man das noch so schreiben, vor allem nach so tollen Eindrücken ;)

  • #3

    Tasty Travelworld (Sonntag, 27 September 2015 10:56)

    Hi MaxX, danke für Deinen lieben Kommentar. Höre ich da einen erfahrenen Taucher aus den Zeilen heraus? Wo hast Du Deinen Schein gemacht und ja :) den möchte ich auf jeden Fall auch noch machen um bald noch viel öfter in diese magische mysteriöse Welt abzutauchen.
    Deine Desi

  • #4

    Tasty Travelworld (Sonntag, 27 September 2015 10:57)

    Hey Felix, oh das ist interessant den Bericht werde ich mir sofort anschauen :) Unser TL kam auch aus Deutschland,- er sagte das es der beste Job der Welt sei.
    LG Deine Desi

  • #5

    Kati (Montag, 28 September 2015 03:20)

    Deine Begeisterung ist so toll, so nachvollziehbar...! ;-) Und trotzdem habe ich beim Lesen Wut im Bauch? Warum??

    Weil es von dem Tauchlehrer unverantwortlich ist, drei völlig tauch-unerfahrene Leute an eins der schönsten Riffs der Welt zu schicken. Tauchen lernt man idealerweise dort, wo man nichts kaputtmachen kann.

    Auf dem Bild bist du sehr nah über einer riesigen, wunderschönen Koralle... ;-( Manche brauchen 100 Jahre, um nur wenige mm zu wachsen. Und wie schnell ist durch EINE unkoordinierte Bewegung etwas berührt (auch das kann für die Koralle schon tödlich sein) oder sogar abgebrochen.

    Und so zerstört jeder Anfänger bzw. Schnuppertaucher ein winziges Stück dieser einmaligen Unterwasser-Landschaft...

    Das Erlebnis scheint dich nachhaltig beeindruckt zu haben. Also hilf mit, die Riffe zu erhalten. ;-) Mach deinen Tauchschein bei einer verantwortungsvollen Basis, lerne, dich gut auszutarieren (das A und O!!) und halte genügend Abstand zu allen Lebewesen unter Wasser. :-)

    Liebe Grüße,
    Kati

  • #6

    Tasty Travelworld (Montag, 28 September 2015 03:28)

    Hallo liebe Kati,

    danke für Deinen Kommentar und ich kann Deine Sorge gut nachvollziehen.
    Auch wenn es auf dem Foto anscheinend falsch rüber kommt, aber wir haben peinlich genau darauf aufgepasst nichts zu berühren ;-) Das war uns sehr wichtig.
    Der Tauchkurs hat uns in der Tat beeindruckt und ich will unbedingt meinen Tauchschein machen, sobald ich dazu die Gelegenheit habe.
    Tauchen ist einfach etwas wirklich besonderes und magisches.
    Danke für Deinen Einsatz und Dir auch weiterhin wundervolle Tauchgänge.
    LG Deine Desi

  • #7

    Vani (Donnerstag, 17 Dezember 2015 07:57)

    Huhu, ich bin auch als Backpacker in Australien unterwegs, weswegen mich dein Eintrag gleich in den Bann gezogen hat.
    Klingt auf jeden Fall super, was du da alles erlebt hast und dort zu Tauchen scheint es auf jeden Fall einmal wert zu sein. Was ich aber auch jedem ans Herz legen würde: ein Scenic Flight über das Riff. Ist auch mega cool. Falls du neugierig bist, auf meinem Blog kannst du darüber bald etwas lesen :')