Lohnt sich Hobbiton?

Ich muss gestehen, ich war schon aufgeregter als ich hätte sein sollen, als es nach Hobbiton ging. Klar, ich bin bekennender „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ Fan aber nun tatsächlich die Gelegenheit zu haben, das waschechte Hobbiton zu besuchen kinda freaked me out!

Wir hatten einen herrlichen Tag erwischt, Sonnenschein und größtenteils blauer Himmel, ganz so, wie man sich das idyllische Mittelerde vorstellt. Unser Roadtrip durch die Nordinsel erinnerte mich ja sowieso schon täglich an die Herr der Ringe Filme, im Prinzip hätte hinter jeder Ecke ein Hobbit hervor springen können. Aber jetzt wurde es offiziell, ich hielt meine Eintrittskarte in der Hand und unser Tour-Guide winkte uns in einen der großen Busse, die uns nach Hobbiton fahren sollten.

Wie ein kleines Kind klebte ich am Fenster und erhoffte bald meinen ersten Blick auf das Filmset werfen zu dürfen. Und dann war es so weit, noch eine Kurve und dann konnte ich schon die ersten kleinen Hobbit Häuschen erspähen.

Der Bus hielt an, unsere Gruppe stieg aus und ich wusste sofort warum sich Peter Jackson für genau diese Location entschieden hat. Es war einfach perfekt!

Die sanften Hügel, der See, es sah so aus, als würden hier schon seit Jahrhunderten kleine Hobbits leben.

Während dem Rundgang wuchs meine Begeisterung immer mehr. So authentisch und detailgetreu hätte ich mir das Set nicht vorgestellt. Jedes der über 40 Hobbit-Höhlen wurde individuell und liebevoll gestaltet. Keines sieht dem anderen ähnlich, hier wurde sich wirklich ins Zeug gelegt.

Bei den Hobbit-Höhlen handelt es sich natürlich nur um Fassaden. Die Türen lassen sich nicht öffnen, denn das Innenleben für die Filmszenen wurde in den Jackson-Studios in Wellington gedreht.

Lediglich bei einer Höhle darf man einen Fuß hinein setzten, um für ein Foto zu posieren. Natürlich befindet sich hinter der Tür nur geringfügig Platz, gerade soviel, dass sich ca. 4 Besucher reinquetschen können.

Anders geht es im Pub „Zum Grünen Drachen“ zu. Dieser wurde stilgerecht nachgebaut. Hier kann man am Ende des Rundgangs einkehren und ein Hobbit-Bier trinken.

Das Filmset zählt mit täglich mehr als 2000 Besuchern als fünfbeste Touristen-Attraktion in Neuseeland. Das interessante dabei ist, dass 35% der Besucher nicht mal Tolkien-Fans sind (noch nicht). Viele haben die Filme nicht gesehen oder geschweige denn die Bücher gelesen. Erst wollte ich das nicht glauben aber dann lernten wir Markus kennen, der sich während der Tour mit uns angefreundet hatte. „Sieht super aus hier, ich werde mir die Filme dann später anschauen“ - verrückt!

Für mich war es ein vollends gelungener Tag! Meiner Meinung nach lohnt sich ein Ausflug nach Hobbiton auf jeden Fall. Nicht ohne Grund strömen hier die Touristen in Scharen hin.

Die Grüppchen sind trotz des großen Andrangs überschaubar gehalten. Die Tour-Guides geben einem alle Zeit der Welt um Fotos zu schießen, ich hatte jedenfalls in keiner Minute das Gefühlt gehetzt zu werden. Die Führung ist unterhaltsam und informativ gestaltet und das freie Getränk am Ende der Tour im Pub „Zum Grünen Drachen“ rundet den Ausflug nach Mittelerde ab.


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Kommentare: 2
  • #1

    Jennifer (Sonntag, 10 April 2016 15:51)

    Hallo,
    wir waren letztes Jahr im neuseeländischen Frühling in Hobbingen und ich muss gestehen, trotz des doch recht teuren Eintritts, hat es sich absolut gelohnt. Es war umwerfend. Wir hatten eine Abendführung und in der Dämmerung gingen überall kleine Lichter an...
    Auch ich kann es jedem, der irgendeinen Bezug zu "Herr der Ringe" oder "der Hobbit" hat, empfehlen, es ist wirklich sehr schön.

    Lieben Gruß,

    Jennifer

  • #2

    Desi (Montag, 11 April 2016 02:29)

    Liebe Jennifer, oh ja, in der Dämmerung kann ich mir das auch ganz toll vorstellen :)
    Ich freu mich, dass es Dir auch so gut gefallen hat.

    Liebe Grüße